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Wie Spatzen im Winter überleben

Ein Spatz mit aufgeplustertem Gefieder sitzt im Winter in der Sonne auf einer Hecke.
Sonne tanken und das Gefieder aufplustern - das gehört zu den Strategien, mit denen Spatzen im Winter überleben. Foto: Kai-Uwe Ruf

Gegen die Kälte hilft viel mehr als ein dichtes Federkleid

 

Es ist eiskalt, klirrend kalt, vielleicht sogar bitter kalt. Wir können mit der Kälte spielen – zumindest mit Worten, wenn wir im warmen Zimmer sitzen, aber für Spatzen ist die Winterkälte bitterer Ernst. Wie überleben die kleinen Gartenvögel im Winter?

 

Anders als die meisten Vögel, an denen wir uns im Sommer erfreuen, fliegen Spatzen im Winter nicht in den Süden. Wenn der Frost kommt, müssen sie genau wie Menschen versuchen, ihre Körpertemperatur konstant zu halten. Sie liegt zwischen 38 und 42 Grad, berichtet der Nabu.

 

Um wenig Wärme zu verlieren, können sie sich im Winter ein besonders dichtes Gefieder zulegen. Im Sommer besteht das Federkleid eines Spatzen aus etwa 3200 Federn. Im Herbst wachsen für das dichte Winterkleid etwa 500 zusätzliche Federn, schreibt das Gartenportal „nachgeharkt“.

 

Zudem können sie ihr Gefieder aufplustern, so dass Luft zwischen die Federn kommt. Das isoliert besser und hilf ihnen, Körperwärme zu speichern. Wir sehen sie dann wie kleine Kugeln, die im Garten auf der Hecke sitzen. 

 

Vögel können ihre Beine kühlen

 

Oft wird ihr Gefieder dann mit einer Daunenjacke verglichen. Es steckt aber noch mehr dahinter. Vögel haben ein besonderes Wärmeaustauschsystem. Es verhindert, dass die Tiere Wärme über ihre nackten Beine verlieren. Das funktioniert ungefähr so: Das abwärtslaufende Blut gibt seine Wärme an das in den Körper zurückfließende Blut ab. Die Beine werden so auf beinahe null Grad heruntergekühlt. Der Nabu beschreibt das auf seiner Internetseite zum Thema Vogelkunde und erklärt dabei auch gleich, dass das der Grund ist, warum Enten nicht auf dem Eis eines Sees oder Flusses anfrieren und ihre Füße nicht in der Kälte absterben.

  

Im Winter passen Spatzen auch ihre Aktivität an die Temperatur an. Meist sind sie morgens und am frühen Abend aktiv, in der Zeit dazwischen ziehen sie sich zurück. Das hilft ihnen Energie zu sparen.

 

 Nur wenn die Sonne scheint, kommen sie heraus und sitzen auf den Hecken und Sträuchern. Der Grund: Spatzen und andere Vögel können über ihr Gefieder Wärme tanken. Dabei helfen ihnen vor allem die dunklen Partien ihres Gefieders, die nur wenig Sonnenstrahlen reflektieren. Weniger als 20 Prozent seien es, schreibt der Nabu und fügt an: An besonders kalten Tagen könnten Vögel sogar ihre Körpertemperatur absenken und in eine Art Starre verfallen. Dadurch verringere sich ihr Energieverbrauch deutlich. 

 

Nahrungsmangel ist eine große Gefahr

 

Den Spatzen helfen auch ihre besonderen Schlafgewohnheiten. Sie suchen sich beispielsweise Schlafplätze in dichten Hecken und sie schlafen dort in Gruppen. Indem sie dicht zusammenkuscheln, teilen sie ihre Körperwärme und isolieren sich besser gegen die Kälte.

 

 Spatzen passen außerdem ihre Ernährung an den Winter an. Sie suchen bevorzugt energiereiche Nahrung. Ihnen im Winter regelmäßig Futter anzubieten, hilft den Tieren enorm, denn Nahrungsmangel ist im Winter eines der größten Probleme für die Vögel.

  

Und – da muss man sich nichts vormachen – in unserer von Städten und Dörfern mit vielen Neubaugebieten geprägten Landschaft haben es Spatzen und andere Singvögel ohnehin schwer. „Die Urbanisierung stellt eine Herausforderung dar“, schreibt das Magazin Fokus auf seiner Internet-Seite zum Thema „Wo schlafen Spatzen im Winter“ .

 

  

Quellen:

  

Nabu

 

Focus.de

  

Gartenportal nachgeharkt.de

 


Zwei Spatzen im Winter auf einer Hecke.
Zwei Spatzen im Winter auf einer Hecke. Foto: Kai-Uwe Ruf

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